
Medikamente
Es gibt einige Medikamente bzw. Wirkstoffe die ein Dravet-Kind nicht bekommen
sollte, weil es eine Verschlimmerung, bzw. eine Umkehr hervorrufen kann.
Phenytoin - Phenytoin ist als Epanutin®, Zentropil® und Phenhydan® in
Deutschland erhältlich
Carbamazepin - Carbamazepin ist als Tegretal®, Timonil® und unter verschiedenen
anderen Namen von Nachahmerfirmen in Deutschland erhältlich
Lamotrigin - Lamotrigin ist als Lamictal® und Lamotriax® in Deutschland
erhältlich
Phenobarbital - Phenobarbital ist als Luminal® bzw. Luminaletten®, Lepinal® bzw.
Lepinaletten®, Primidon als Liskantin®, Mylepsinum® und Resimatil® in
Deutschland erhältlich
Notärzte spritzen oft bei einem Status den Patienten Luminal, da es ein gängiges Mittel ist auf dem RTW. Solltet ihr ein Kind haben
welches an Dravet leidet sagt dem Notarzt das er besser kein Luminal einsetzen
soll. Für solche Notfälle sollte sich jeder von seinem Arzt Rivotril
verschreiben lassen, welches der Notarzt im Notfall intravenös spritzen kann! Es
gibt auch Ausnahmen wo die Kinder das Luminal gut vertragen, aber solang man
sich da nicht sicher ist sollte man lieber drauf verzichten. Das Luminal kann
eine Umkehr hervorrufen.
Kimberlys
Medikamente:
Kimberly wurde im November 2005 auf Luminaletten eingestellt - damals ahnte ja
noch keiner das sie an Dravet leidet!!! Dieses Medikament hat die Epilepsie
stark verschlimmert.
Im Februar 2006 wurde Kimberly umgestellt auf Orfiril-Saft. Diesen vertrug sie
sehr gut - allerdings brachte er keinerlei Besserung.
Im März 2006 kam zum Orfiril das Brom hinzu (Dibro BE) - Dieses Medikament
brachte dann eine erhebliche Verbesserung, und verschaffte Kimy sogar 4,5 Monate
Anfallsfreiheit. Allerdings brachte es Nebenwirkungen mit sich: Kimberly bekam
Schlafstörungen und erheblichen Durst. Die Nächte wurde teilweise zum ziemlichen
Horror......Kimberly trank bis zu 1,5 Liter Nachts......wurde 5 bis 15 mal
wach......musste wegen dem vielen Trinken Nachts gewickelt werden.......für mich
als Mutter sehr anstrengend.
Im Februar 2007 mussten wir das Brom etwas senken da Kimberly Brom-Husten bekam.
Das Orfiril wurde umgestellt auf Orfiril-Long.
Anfang August 2007 wurde auf meinen Wunsch hin das Brom ausgeschlichen und
Keppra rein genommen. Ich hab eine Studie gelesen wo Keppra an Dravet-Kids sehr
erfolgreich eingesetzt wurde.......ausserdem war ich mir sicher das des Brom
Kimy in der Entwicklung irgendwie unterdrückt. Nachdem das Brom raus war hatte
ich ein völlig verändertes Kind - sie war aufgeweckter und
aufnahmefähiger....endlich, mit 27 Monaten, nannte sie mich "Mami"......nur
leider krampfte Kimy plötzlich wiederholt im Status, mit einer, für sie neuen
Anfallsform: komplex-fokal und atonisch.
Mitte September dann die Entscheidung wieder zum Brom zurück zu wechseln - dann
lieber die unruhigen Nächte, aber dafür Anfälle die wir einigermassen im Griff
haben und selber stoppen können.
Und da es Kimy mit dem Keppra irgendwie besser ging hab ich gesagt wir lassen es
drin! Statt dessen wurde das Orfiril ausgeschlichen....bisher eine gute
Entscheidung!
Im Februar 08 starteten wir ein Versuch mit Inovelon - ein Medikament welches spezielle für Kinder mit dem Lennox Gastaud-Syndrom entwickelt wurde. Leider verschlechterte es Kimys Anfallssituation erheblich, und wir setzten es schnell wieder ab.
Im Juni 08 wurde Keppra ausgeschlichen, und statt dessen kam wieder Orfiril Long rein. Zusätzlich bekommt Kimy Stiripentol - ein Medi welches ausschließlich für Dravet-Kids entwickelt wurde.
